Archiv für April, 2007

Es geht ja doch…

Nachdem sich heute keine echte Tour ausgegangen ist (und ich hab ja noch immer weder Satteltasche noch gescheites Trickot mit Taschen und ganz ohne Ersatzschlauch + Zubehoer, na ja...) habe ich wieder die Pendelstrecke Nestroyplatz Rembrandtstrasse um einen Abstecher auf die Donauinsel erweitert.

Der Garmin hat's heute ueberhaupt nicht moegen, dass ich ihn einfach eingeschalten und gefahren bin ohne ihn mal mit sich und der Welt ins reine kommen zu lassen. Daher beginnt die Tour nicht beim Nestroyplatz, sondern irgendwo am Praterstern. Fehlen also ein paar hundert Meter, insgesamt duerfte die Runde dann halt doch 30 km gewesen sein.

Und eines kann ich schon sagen - einfach nach Gefuehl fahren ganz ohne der Diktatur des Pulsmessers ist einfach fein. Und meine Trittfrequenz war eigentlich sehr anstaendig, im Normalbetrieb eigentlich nie unter 90, was mich sehr gefreut hat. An der Nordspitze der Donauinsel hab ich mir dann ueberlegt ob ich noch einen Abstecher Richtung Korneuburg machen soll, aber ob der Zeit war die Sehnsucht in die Rembrandtstrasse zu kommen doch zu gross. Hat mich aber sehr gefreut, dass das Konditionsmaessig absolut drinnen gewesen waere. Nach meinen Ausritten in den letzten Wochen habe ich da schon an mir gezweifelt.

Last but not least bleibt noch zu sagen, dass die Prater Hauptallee und die Donauinsel bei so einem Wetter am Wochenende wirklich gefaehrlich sind. Vor allem auf der Insel fahren alle kreuz und quer. Skater die den ganzen Asphalt brauchen und (fuer mich) auch teilweise ueberhaupt nicht berechenbar agieren, Ministaus wo auf einmal 20+ Leute in der Steppe fast zum Ueberholdeadlockbedingten Stillstand kommen koennen wirklich nerven wenn man versucht seine Strecke abzuspuhlen. Was heute bei mir allerdings kein Problem war, weils ein reiner Spassritt war.

Nur beim Einruecken ueber den DRW hab ich mir dann schon meinen Teil gedacht... der Weg ist dort ja nicht wirklich breit, 2 Radfahren koennen da neben einander fahren nur dann ist der Weg halt voll. So gemacht von einem Typen und seiner Typin. Beim aufschliessen melde ich mich mit einem freundlichen "Ding Ding". Die Reaktion war dann einzigartig. Nicht, dass die linksfahrende Typin abbremst bzw. beschleunigt und sich rechts einordnet. Nein. Wackeliges Abbremsen links und fast schon Vollbremsung rechts. Irgendwie war dann doch eine Luecke da, aber trotzdem - wieder fast zum Stillstand gekommen, und da hat's mich dann doch etwas angezipft. Immerhin gabs aber ein gehauchtes "Entschuldige" beim ueberholen. Hut ab.

So, jetzt spuer ich doch meine Fuesse ein wenig (Hurra) und Garmin luegt mich wieder an und meint ich hab 1.6 kcal verbraucht. Wenn das nur stimmen wuerde, dann haette ich heute garantiert ein Kaloriendefizit - was mich sehr freuen wuerde.

Familienfoto

Mark hat das Flovelo (tm Kollege Hekker) abgelichtet - hier das Ergebnis:

Pink bikes are better
In der Galerie gibt es auch noch eine Version ganz ohne Aufdrucke. Was besser aussieht liegt im Auge des Betrachters.

Wenn der Wind weht

...dann keucht man entweder und kommt nicht vorwaerts oder aber man kommt daher wie ein kleiner Einmann ICE. So gesehen heute bei einer etwas groesseren Donauinselrunde.

Die diversen Wetterseiten meinten ja, das der Wind aus Nordwesten kommt, aber nur mit 20 km/h - gefuehlsmaessig scheinen sie da eine Null vergessen zu haben. Na ja, nach einer kleinen Motivationskrise hab ich mich also doch aufgerafft und ab gings. Lang/Lang und auch mit den duennen Schuhueberzuegen - mehr des Styles wegen, ich gebs ja zu.

Der erste Daempfer schon beim Hinweg @ Donauradweg als ich von einem sehr grossen und sehr duennen Rennradler ueberholt werde, der Lang/kurz faehrt und dessen Wadeln ungefaehr so dick sind wie meine Oberarme. Na servas - ob ich nicht vielleicht uebertrieben habe mit meiner Adjustierung? Wie ich dann den Nordsteg entlangrolle war mir klar, das ich genau richtig gelegen bin - die Windboehen waren echt nicht grad sanft. Noch eben ueberlegt, ob ich mich wirklich direkt in den Wind (also zur Nordspitze der Donauinsel hin) schmeissen, oder doch gleich das Segel ausbreiten und in den Sueden fahren soll und schon gings in den Norden. Man will ja schliesslich was fuer's Geld.

Tja, was dann passiert ist kann man @ Motionbased bei Lap 2 sehen. Dahingekrieche mit maximal 22 km/h - aber witzigerweise ist es mir trotzdem (oder gerade deswegen?) besser als letztes Mal gelungen halbwegs im richtigen Puls- und Trittfrequenzbereich zu bleiben. Beim Dahinpedalieren hab ich mir schon ueberlegt was fuer Rants ich loslassen werde wenn genau beim Eintreffen an der Nordspitze der Wind drehen wird.

Aber siehe da, nichts passiert wie ich ueber die Schleuse fahr - und flux breite ich mein Segel aus und ab gehts in den Sueden. Aber wie... diesmal auch wieder gut zu sehen: Lap 3 ist der gleiche Weg retour bis zum Nordsteg. Kleicher Durchschnittspuls und -trittfrequenz, aber um 7 Minuten schneller. Huch.

Nachdem das Segeln so spassig ist, gleich weiter Richtung Praterbruecke. Gewundert habe ich allerdings vor allem ueber die Jogger die teilweise mit kurz/kurz unterwegs sind. Alleine beim Vorbeizischen ist mir schon kalt geworden. Humorig war auch der MTB'ler der mich mit lautem Gesumme mit ca. 40 km/h ueberholt hat nur um dann etwa 3 km weiter heftig keuchend auszurollen.

Auf jeden Fall war es frustrierend, dass ich schon auf der Praterbruecke dann ein ziemliches Leistungstief hatte. Die Leberkaessemmeln haben zwar noch nicht getanzt (um Kollegen Hekker zu zitieren), aber ich konnte sie schon fast riechen. Dementsprechend bin ich den Rest der Strecke eher gekrochen - auf der Praterhauptallee hab ich mich noch etwas zum Kurbeln gezwungen (Lap 6) was auch bis jetzt am besten funktioniert hat (noch ein wenig hoehere Trittfrequenz und es waer wirklich super).

Zusammengefasst ganz witzig - der Garmin meint 1810 Kalorien, was ich ihm nicht ganz abnehme. Ich muss echt mal das Rad abwiegen - jetzt sind da grad 11 kg eingetragen, was wohl zu viel ist. Es ging auch etwas besser als vor zwei Tagen - was allerdings nicht verwunderlich ist, weil ich da echt noch etwas bedient war.

Trotzdem bin ich noch sehr weit von den angepeilten 200 km/Woche als regelmaessiges Training entfernt.

Sehr kleine Donauinselrunde

Erste kleine Testausfahrt mit dem neuen Geraet. Fuehlt sich wirklich gut an vom technischen her. Ich musste nur feststellen, dass das verweilen im richtigen Pulsbereich + richtiger Trittfrequenz doch schwerer als erwartet ist. Ausserdem war ich doch recht geschlaucht und der Oberkoerper wehte noch unangenehm vom Wochenende.

Aber insgesamt ein vielversprechender Beginn.

Pink bikes are better

Lange Zeit, kein Eintrag und doch hat sich so viel getan. Das wichtigste vorweg: das Rennrad ist endlich da. Nachdem der Frustlevel bei mir schon gewaltig hoch war nachdem die Kollegen mj und Hekker ihre Renner mit jeweils einem Tag Abstand bekommen haben. Da sind also zwei Tage hintereinander wirklich feine Geraete im Buero herumgestanden und mir ist der Geifer nur so aus den Mundwinkeln getropft. Gerade das Geraet vom Hekker war wirklich ein Stich ins Herzilein, so edel sieht's aus. Ein wirklich schoener Rahmen mit vielen Ecken und fast kompletter Dura Ace Ausstattung inkl. Maschinengewehrsound im Leerlauf. So wissen alle im Umkreis von 150 Metern das der Heinz anrollt und sie sich gefaelligst in den Dreck zu werfen oder als Alternative Rosenblaetter zu streuen haben.

Aber ich schweife ab - zurueck zu meinem Renner. Ich war ja wirklich gefrustet und auch etwas in Panik, weil Yairs MTB ebenfalls bei der IG Fahrrad bestellt war und auch eine laengliche Lieferdauer hatte. Der junge Mann war zwar wirklich sehr geduldig, aber den angesagten Termin wusste er natuerlich und konnte auf den Tag genau sagen wie lange er schon gewartet hatte und noch warten muss. Nach der xten Rueckfrage wegen meinem Renner (am 6. Maerz bestellt, am KV standen max. 3 Wochen Lieferzeit und Wolfgang meinte 10 Tage maximal) vorigen Mittwoch hiess es wenigstens dass das MTB puenktlich kommt und ich es holen kann. Gut, nachdem ich diesbezueglich eh nix mehr glaub wollte ich Tags darauf noch schnell im Geschaeft reinspringen und abklaeren ob eh alles da ist bevor ich mit Yair antanze. Weil mit einem Kind Rad holen gehen und das ist dann nicht da - na da will ich nicht dabei sein.

Gut, ich also hin und wie ich (wie immer) bei der Ampel Rembrandtstrasse/Donaubundesstrasse steh seh ich den Mechaniker von der IG Fahrrad auf einem rosa Rennrad (ja, jetzt hab ich die Farbe verraten) herumeiern. Hui, so viele wirds davon ja nicht geben. Aber was geht: schwarze Gabel? Oh je. Also rein ins Geschaeft: ja ist mein Rad. Aber was geht denn noch: fetter Aufdruck quer ueber das Unterrohr - war so nicht bestellt. Also gleich zwei mal ad hoc Frust. Dafuer gleich ein Frustdaempfer - statt kompletter 105er Ausstattung ist bis auf die 105er Bremsen alles Ultegra oben, weil die Zusammenstoepsler grad nichts anderes hatten.

Als Kommentare fuer die Frustpunkte gab es einerseits, dass der Aufdruck am Unterrohr auch zu Verwunderung gefuehrt hat (hilft mir aber auch nix) und dass "das Werk" gemeint hat, sie Lackieren keine Gabeln mehr. Na super. Da haette ich also gleich eine Carbongabel nehmen koennen und nicht Alu. Aber wurscht. Schwarze Gabel sieht eh auch Schmuck aus - der Aufdruck aber nicht. Hmmm, Ultegra drauf. Na ja, sind wir so halbert versoehnt wenn auch nicht wirklich gluecklich.

Tja... aber sonst ist alles ganz schoen. Der Rahmen ist zwar nicht so huebsch wie der vom Hekker, aber die Farbe ist wirklich so wie ich's mir vorgestellt hab. Bei der kleinen Probefahrt Richtung Augarten ist mir dann aufgefallen, dass das Schalten der Kettenblaetter etwas seltsam ist - der Umwerfer bewegt sich teilweise nur ein paar Milimeter, macht aber auch das zufriedene Klicken eines erfolgreichen Schaltvorgangs. Hm, im Geschaeft meinen's es passt alles - der Mechaniker murmelt noch etwas von wegen 3fach Kurbel und Schaltung die auf 2fach ausgelegt ist (ja, genau wenn auf den Schalthebeln 'Shimano Flight Deck Tripple' drauf steht, liegt das ja auf der Hand). Gut, ich hab das mal nicht naeher verfolgt und mir gedacht, dass man das sicher selbst feintunen wird koennen (aka "da Hekker wirds schon richten"). Der hats dann auch gerichtet, allerdings nicht mit Werkzeug sondern mit einer Erklaerung. Diese Milimeterschritte sind naemlich kein Bug, sondern ein Feature! Und zwar sind sie ein Fix des alten Problems mit dem Querstehen der Kette wenn man am grossen Kettenblatt und am groessten Ritzel ist. Dann schleift naemlich normalerweise die Kette. Beim mittleren Kettenblatt gilt das dann fuer das kleinste und das groesste Ritzel, beim kleinen Kettenblatt halt fuer das kleinste Ritzel. Dadurch "verliert" man dann natuerlich ein paar Gaenge wenn man nicht mit dem Laerm und dem vergroesserten Energie- und Materialverschleiss leben will. Und der besagte Zwischenschritt sorgt nun aber dafuer, das genau diese Grauzonen auch geschalten werden koennen ohne das die Kette am Umwerfer scharrt.

Beim ersten laengeren Fahren in Richtung Wohnung hab ich dann bemerkt, dass mir die Haende nach ziemlich kurzer Zeit weh tun. Also noch ein bissl am Sattel herumgespielt das der jetzt auch passt (war am Anfang zu sportlich eingestellt). Hekker meinte, dass es vielleicht am "normal" montierten Vorbau liegt. Der ist bei Rennraeder horizontal zum Boden, daher ist der Lenker von Haus aus etwas tiefer als bei anderen Raedern. Menschen die MTB gewohnt sind drehen den Vorbau daher sehr gerne um, wodurch dieser dann eine gewisse Schraeglage bekommt man sich ein paar Zentimeter weniger weit runterbuecken muss. War z. B. bei meinem alten Renner so: da hab ich mich immer etwas geaergert weil ich dadurch den Garmin nicht richtig gut lesen konnte - das geht jetzt mit horizontalem Vorbau wirklich gut.

Egal, bei Schmerzen in den Haenden nutzt mir ein gut ablesbarer Garmin aber auch wenig. Daher einen Termin beim Hekker vereinbart zwecks moralischer Unterstuetzung beim Umdrehen des Vorbaus (was eine etwas heftigere Aktion ist, weil man den Steuersatz rausnehmen und somit nachher auch wieder einstellen muss - was wiederum ein Mysterium an sich ist). Hekker meinte dann, das mein Lenker auch sehr sportlich montiert ist. Mittlerweile zucke ich immer geschreckt zurueck, wenn jemand meint "das ist aber sportlich" waerend er auf mein Rad zeigt. Und ja - im Vergleich zu seinem alten Scott und auch zu seinem neuen Ridley ist meiner sehr weit unten. Das wars dann auch - einfach den Lenker etwas gedreht (eine Sache von 2 Minuten) und die Haende sind wieder versoehnt. Irgendwas ist ja bei den Lenkern jetzt neu - es gibt kaum mehr die formschoenen ganz runden Lenker, sondern so seltsam gebogene Dinger die Hekker und ich voreilig als Damenlenker deklariert hatten. Und die Lenker scheinen insgesamt etwas niedriger als die alten zu sein. Auf jeden Fall gilt irgendwie gefuehlsmaessig (hallo Pfoten) die alte Regel nicht mehr, das der untere Teil des Lenkers horizontal zum Boden zu sein hat damit der Lenker korrekt sitzt.

Na ja - auf jeden Fall wieder eine Menge gelernt. Fotos gibts eventuell bald, Mark hat gemeint er macht was.

Und nein, gescheite Ausfahrt gabs noch nicht - am Wochenende gabs Kinderradeln in Niederoesterreich. Und huch, auch das schlaucht.