Wien bei Nacht
Wenn ich spaet nachts von der Rembrandtstrasse Richtung Wohnung fahre bin ich immer recht optimiert unterwegs. Dh. ich weiss mittlerweile wann wo was gruen ist bzw. wann man wo gefahrlos bei rot rueberkann etc. Eine Stelle wo ich also etwas optimierter unterwegs bin ist die elende Kreuzung vor der Augartenbruecke. Dort gibt es zwar einen Radweg, aber der ist wenn ich komme immer rot. Daher fahr ich ueber den Zebrastreifen auf die Seite wo der Abgang zum Flex ist und warte dort auf die andere Gruenphase. Und da kann man dann so einiges erleben in der Nacht. Auf der anderen Seite zwischen Strassenbahngleisen und Nebenfahrbahn hat sich ja - Witterung und Temperatur egal - ein recht orger kleiner Drogenumschlagplatz etabliert der scheinbar eine Art Expositur vom Flex ist. Na jedenfalls treibt sich in dem Bereich zwischen Treppe zum Flex runter und dem Umschlagplatz immer allerlei lustiges Volk herum.
Nur heute... na servas... ich fahr ueber den Zebrastreifen, spring auf den Gehsteig um grad noch schoen in den Fusstritt von einem meiner Einschaetzung nach ziemlich dichten, recht breiten und hohen Schwarzen zu fahren der frontal mein Vorderrad trifft. Dazu quillt mir ein gelalltes Gebrabbel entgegen, dem ich nur ein paar Woerter (stehenbleiben, Ausweis) entnehmen kann. Gut, ich komm noch grad so an ihm vorbei ueberleg mir obs jetzt poscht oder nicht und bleib bei der Ampel - mit zwei, drei Metern Abstand zu dem Honk - stehen. Der torkelt irgendwie herum und brabbelt dabei.
Nachdem der Kerl aber doch groesser war als ich, mein Buegelschloss doch nicht 100%ig griffbereit war und ich auch sonst ein sehr friedlicher Mensch bin hab ich es mit einem "Du hast gleich eine mit dem Buegelschloss Oida" belassen und bin abgezischt.
Insofern bin ich echt froh, dass ich noch nicht meinen neuen Renner gefahren bin (der ja immer noch nicht da ist (Hallo IG Fahrrad 10 Tage ca.? Und das war am 6. 3. 2007? Hallo?)). Weil dann waer ich wohl echt ausgerastet.
Egal, bei der Weiterfahrt hab ich mir dann ueberlegt wie ich das Buegelschloss so transportieren koennte, dass ich es schneller in der Hand halten kann. Ist mir aber nichts eingefallen. Und Radhalterungen kommen mir nicht aufs Rad. So weit treiben mich nicht mal die Drogendealer vor'm Flex...
Wenn das die Uschi wuesste, die wuerd dort aber aufraeumen! Jawohl!
P.S.: Nein, wieder ohne Kamera gefahren. Kollege Hekker wird mich sicher bitchslapen dafuer.
























hekker sagt
am 11. April 2007 @ 0:07
/bitchslap!
Aber es stimmt schon, auch meine Befestigungsweise an der Tasche ist ja nicht gerade fuer rasche Racheaktionen geeignet. Moeglicherweise wuerde ein Karabinerhaken an der Guertelschlaufe oder an der Tasche da besser wirken.
Abgesehen davon: Am besten ist immer noch, ein frisches Eichhoernchen dabei zu haben. Das kann man notfalls auch boesen Ueberholern in die Speichen stecken.
tomasio sagt
am 11. April 2007 @ 12:34
Hast so ein Haltenetz auf der Rückseite deines Rucksacks? Dadurch habe ich in so einem Fall das Niederbügelschloss in zwei Sekunden bei der Hand, um ein “you are about to enter the world of paiiin” zu knurren.
Für Härtefälle hat sich auch ein Eispickel bewährt, da reden die normalen Stänkerer Dich schon gar nimmer an *hrhr*