Wenn der Wind weht
...dann keucht man entweder und kommt nicht vorwaerts oder aber man kommt daher wie ein kleiner Einmann ICE. So gesehen heute bei einer etwas groesseren Donauinselrunde.
Die diversen Wetterseiten meinten ja, das der Wind aus Nordwesten kommt, aber nur mit 20 km/h - gefuehlsmaessig scheinen sie da eine Null vergessen zu haben. Na ja, nach einer kleinen Motivationskrise hab ich mich also doch aufgerafft und ab gings. Lang/Lang und auch mit den duennen Schuhueberzuegen - mehr des Styles wegen, ich gebs ja zu.
Der erste Daempfer schon beim Hinweg @ Donauradweg als ich von einem sehr grossen und sehr duennen Rennradler ueberholt werde, der Lang/kurz faehrt und dessen Wadeln ungefaehr so dick sind wie meine Oberarme. Na servas - ob ich nicht vielleicht uebertrieben habe mit meiner Adjustierung? Wie ich dann den Nordsteg entlangrolle war mir klar, das ich genau richtig gelegen bin - die Windboehen waren echt nicht grad sanft. Noch eben ueberlegt, ob ich mich wirklich direkt in den Wind (also zur Nordspitze der Donauinsel hin) schmeissen, oder doch gleich das Segel ausbreiten und in den Sueden fahren soll und schon gings in den Norden. Man will ja schliesslich was fuer's Geld.
Tja, was dann passiert ist kann man @ Motionbased bei Lap 2 sehen. Dahingekrieche mit maximal 22 km/h - aber witzigerweise ist es mir trotzdem (oder gerade deswegen?) besser als letztes Mal gelungen halbwegs im richtigen Puls- und Trittfrequenzbereich zu bleiben. Beim Dahinpedalieren hab ich mir schon ueberlegt was fuer Rants ich loslassen werde wenn genau beim Eintreffen an der Nordspitze der Wind drehen wird.
Aber siehe da, nichts passiert wie ich ueber die Schleuse fahr - und flux breite ich mein Segel aus und ab gehts in den Sueden. Aber wie... diesmal auch wieder gut zu sehen: Lap 3 ist der gleiche Weg retour bis zum Nordsteg. Kleicher Durchschnittspuls und -trittfrequenz, aber um 7 Minuten schneller. Huch.
Nachdem das Segeln so spassig ist, gleich weiter Richtung Praterbruecke. Gewundert habe ich allerdings vor allem ueber die Jogger die teilweise mit kurz/kurz unterwegs sind. Alleine beim Vorbeizischen ist mir schon kalt geworden. Humorig war auch der MTB'ler der mich mit lautem Gesumme mit ca. 40 km/h ueberholt hat nur um dann etwa 3 km weiter heftig keuchend auszurollen.
Auf jeden Fall war es frustrierend, dass ich schon auf der Praterbruecke dann ein ziemliches Leistungstief hatte. Die Leberkaessemmeln haben zwar noch nicht getanzt (um Kollegen Hekker zu zitieren), aber ich konnte sie schon fast riechen. Dementsprechend bin ich den Rest der Strecke eher gekrochen - auf der Praterhauptallee hab ich mich noch etwas zum Kurbeln gezwungen (Lap 6) was auch bis jetzt am besten funktioniert hat (noch ein wenig hoehere Trittfrequenz und es waer wirklich super).
Zusammengefasst ganz witzig - der Garmin meint 1810 Kalorien, was ich ihm nicht ganz abnehme. Ich muss echt mal das Rad abwiegen - jetzt sind da grad 11 kg eingetragen, was wohl zu viel ist. Es ging auch etwas besser als vor zwei Tagen - was allerdings nicht verwunderlich ist, weil ich da echt noch etwas bedient war.
Trotzdem bin ich noch sehr weit von den angepeilten 200 km/Woche als regelmaessiges Training entfernt.
























tomasio sagt
am 19. April 2007 @ 15:05
Ich bin gestern auch ein bisschen radlich unterwegs gewesen und hab des Spaßes halber einen Slalomparcour durch die innerstädtischen Fußgängerzonen absolviert – aber Hut ab, Misjöö! Bei dem gestrigen Gegenwind stell ich mir die Donauinsel etwas zach vor.