Critical Mass 500+

Ich trau mich ja fast nichts mehr schreiben nach so langer Zeit, aber nachdem man vielleicht doch den einen oder anderen Hit weiterleiten kann... am Freitag ist es wohl so weit und ich schwinge mal meinen Hintern zum Wiener Critical Mass nachdem ich da schon mindestens drei Mal behauptet hab ich tus und dann doch der Schweinehund nicht zu ueberwinden war. Kollege Hekker hat auch gesagt er kommt und sogar Thomas will seinen Art Director Palast verlassen und mitrollen. Gibt sicher keine bessere Variante Yom Kippur einzuleuten als bei sowas mitzufahren (wenn das Wetter passt zu meiner Schande).

Was gibt es sonst neues? Dem Haxen geht es soweit gut, im Captain Ahab Mode bin ich trotzdem noch. Radfahren geht damit auch noch immer gut, den letzten Schmerz hatte ich wie ich Fussballtricks ala Yair ausprobiert habe - so Drehungen sind nach wie vor Aua.

Gleich nach dem Urlaub gabs eine Upgrade @ $ bei dem ich anwesend sein musste - bis halb zwei Morgens ging es - und das obwohl mir schon den ganzen Tag nach Niederlegen war. Was ich dann auch den Rest der Woche getan hab. Inkl. Schwindel, Kopfweh und dem grossen Ganzkoerperschmerz. Jetzt huste ich noch wie ein Kettenraucher und produziere Dinge in meiner Nase die lieber unausgesprochen bleiben. Jedenfalls hatte die Woche ein Gutes, ich hab mich schon wieder auf die Arbeit gefreut nach ein paar (bedingt durch noch mehr Feiertage unter der Woche) Tagen Einkasernierung.

Na ja - soweit so gut, jetzt gilt es halt nur den Archos samt Helmcam wieder auf Trab zu bringen und am Freitag nicht doch wieder umzukippen und sitzen zu bleiben... und Videoschnittsoftware auf'm Mac hab ich auch noch nicht </note to self>

Non fratture…

...heisst soviel wie nichts ist gebrochen.

Telegram vom Strand: Hr. Helmberger bewegt seinen Adoniskoerper mit ungewohnter Geschwindigkeit aus dem Wasser um einer spaerlich bekleideten Amazone nachzuspringen. Nach 10 Metern machts *schnapp* und besagter Koerper liegt im Dreck, Hr. Helmberger denkt sich Aua, bekleidet von heiserem, hysterischen Gelaechter (/slap). Erst nach einem unglaeubigen Blick auf das Melonengrosse (erm, nicht ganz, aber doch) Sprunggelenk am linken Lauf und irgend einem random insult gabs dann endlich die notwendige Zuwendung. Und erst nachdem's Hrn. Helmberger gar nicht mehr wohl in der Haut war (inkl. gezittere und (angeblich) schneeweissem Gesicht) wurde dann die Notfallkette in Gang gesetzt.

Erst kamen 2 Strandsheriffs die nicht viel taten ausser weiterzuleiten und zu schauen.

Dann kam eine Krankenschwester in Weiss mit Stethoskop um den Hals auf einem Fahrrad an und schaute schon ein bissl mehr.

Dann wurde ziemlich lang auf den RTW gewartet, der dann in Form einer typischen Ehrenamtlichen Mannschaft auftauchte. Naemlich ein Schrank von einem Fahrer und einem 50 kg Sanitoesenfrauchen. Beide nur mit ein wenig English bewappnet - aber war auch nicht notwendig, war ja im Prinzip klar was passiert war.

Ein recht erniedrigender Abtransport vom Strand via Tragesessel: erst schleifen, dann nach einer Verschnaufpause zu dritt (3!!!) getragen und dann doch zum Auto geschoben. Dort hab ich's der RTW Mannschaft doch nicht abgerungen die ewige Frage zu beantworten wie eine "Schrank/Frauchen" Mannschaft jemanden transportiert, geschweige denn bergen kann und bin selbst reingehupft. Waerend dem Transport das kleine Programm: erste Aktion: Pulsoxy drauf, zweite Aktion: Blutdruck messen, wobei es hier nicht so ganz hingehauen hat. Transportschein hab ich dann zum grossen Teil selbst ausgefuellt - was eh besser war da mehrsprachig bedruckt.

Naechste Station: Erste Hilfe Station im Ort. Nach kurzem Warten (davor war jemand in Behandlung der gar nicht gut aussah (Stifneck, total fixiert)) eine noch kuerzere Kontrolle, Verband drauf und weiter geschickt ins naechste Krankenhaus mit Roetgenabteilung und gleich noch einem Schein fuer die Orthopaedie.

Dort mit dem Privatfahrzeug hin, kurz mal in der Erstversorgung gewartet, weiter in die Roentgenabteilung, dort Null Wartezeit vor dem Roentgen, dann kurze Wartezeit zum Abwarten des Befundes. Ach ja, humorig aber durchaus praktisch war eine Aktion von dem Gehilfen dort, der mir von einer Hilfskarte vorlas, das ich jetzt draussen auf den Arztbefund warten soll. Auf dem stand dann halt 'Non fratture' - also wohl nichts gebrochen.
Juhu, keine Notoperation in Italien mit anschliessendem Verkauf meiner inneren Organe am Schwarzmarkt.

In der Orthopaedie dann nach kurzer Wartezeit ein absolute Proteam von Arzt und Helfer, denen's auch vollkommen wayne war, das zwei Kinder auf mir herumgeturnt sind waerend ein Zinkverband angelegt wurde.

Danach noch die uebliche Belehrung: paar Tage Ruhe, einige Sachen einwerfen, blah blah blah und anschliessende Flucht.

Auf dem Parkplatz noch gehoerterweise irgendwelche Mafiosischwarze (liegts vielleicht daran, dass das Krankenhaus 'Veneto Orientale' heisst?) die Kindern ein Paar Sportsocken in die Hand druecken und dann 15 Euro dafuer erpressen wollen, erm. ja.

Egal - been there done that. Brauch ich nicht noch einmal, kanns aber zur Not weiterempfehlen.

Bilder gibts leider keine, dafuer fehlte die Geistesgegenwart und Gefuehlskaelte. Allerdings werden die Roentgenaufnahmen nachgeliefert.

Ach ja, hoffe damit ist die Radsaison nicht beendet.

Wasserschaden

Wassereinbruch nach dem grossen Regen in Wien vorigen Sonntag - sehr super, me not amused.

Greifenstein

Eigentlich haette es ja nur die uebliche kleine Runde werden sollen - irgendwie ist es dann aber mehr geworden, die Ausfahrt mit Ivonne und Lukas. 53,4 km meint MotionBased. Die 2.2k Kalorien will ich dem Garmin auch mal glauben.

Kleines Panikerlebnis beim Syncen hatte ich auch - erst erkannte Windows den Garmin nicht, dann konnte ich ihn nicht mehr starten. Google sei Dank hab ich aber sehr schnell die Loesung gefunden. Reset + Mode druecken und dann Power und es ging wieder. Weiss der Teufel warum und wieso...

Egal, zurueck zur Ausfahrt. Wirklich eine schoene Strecke nach Korneuburg. Guter Asphalt nette Landschaft - so gut wie keine Skater mehr. Auf dem Rueckweg auf der Klosterneuburger Seite auch keine Megabaustelle mehr (die vor der dem Hekker so graut) sondern nur mehr kleine Streckerln mit grauslichem Belag, dazwischen auch super ausgebaut.

Ich bin wirklich froh das mal so gefahren zu sein, ist naemlich eine nette Zwischendurchstrecke auf der nicht viel passieren kann. Und endlich hab ich die 50 km Marke durchbrochen. So erbaermlich das in Anbetracht der Heinz'schen Touren klingen mag.

Erwaehnenswerte Ereignisse gab es zwei:

Direkt neben der Eisenbahn bei der Ortstafel von Klosterneuburg (Nordseite) gabs grad ein Amateur-Fetisch-Fotoshooting. Eine etwas massivere Frau in etwas gewagtem Leder/Latexkostuem wurde von einem ebenfalls etwas massiveren Kerl fotographiert. Dachte beim vorbeirollen ich seh nicht recht - bin aber froh das sie das Latexrockerl grad wieder runtergegeben hat im richtigen Moment.

Das zweite waren die obligaten Radwanderdilos die nebeneinander fahrend Leute zu Vollbremsungen noetigen. So wieder geschehen - wir fahren zu dritt hintereinander, ich mal als Schlusslicht. Ueberholen besagte Personen die sich nach der Ivonne wohl gedacht haben, wird schon passen und wieder nebeneinander fahren wollten. Roll ich an und mein nur "Achtung!" was sie mit einem "Was heisst Achtung, hinten hab ich ja keine Augen." quittieren. Erm, jo - und genau deshalb sollte man auf Radwegen die bei zwei nebeneinander fahrenden Personen "voll" sind eben nicht nebeneinander fahren wenn man schon nicht schaut.

Aber nachdem so Radwanderdilos sicher nicht mein Blog lesen lasse ich das mal und hupf unter die Dusche.

Lebenszeichen

...von jemanden der sich 20 Jahre aelter fuehlt als er eigentlich ist.

Ich war ja heuer schon einmal so latent und ungut halbkrank, dass ich sogar zum Arzt gegangen bin. Wer mich kennt, ahnt was das heisst. Und jetzt war es zum zweiten Mal dieses Jahr so. Erst Bauchweh, dann Kopfweh, Schnupfen, Wallungen und ganzkoerper Geb0rkenheit. Sehr super. Also an Radfahren trotz Kaiserwetter nicht zu denken. Und dann noch die Ausfahrtsberichte vom Hekker zu lesen, ja das tut dann echt mal weh.

Na ja. Heute war ueberhaupt wieder ein Radfahrtag der mich daran erinnert hat dass ich wieder mit der Kamera fahren sollte. Echte Gustostueckerl heute:

  • Wahnsinnige die einem am Radweg (weil halt einfach mal kein Platz auf ihrer Seite ist) als Geisterfahrer entgegen kommen und die dann nur bloed grinsen wenn's einem fast aufhaut.
  • Wahnsinnige die fahren als obs kein Morgen geben wuerde (witzigerweise echt immer seltsame Gestalten auf gerade noch fahrtauglichen Geraetschaften).
  • Wahnsinnige die wenn man 2 Minuten hinter ihnen herfaehrt kein einziges Mal links oder rechts schauen wenn sie Strassen queren oder in den fliessenden Verkehr einbiegen.
  • Wahnsinnige die vollkommen unvorhersehbar fahren. Kurven, Vollbremsungen und was man sich sonst noch so vorstellen kann.
  • Und halt Fussgaenger die auch glauben sie waeren allein auf der Welt.

Uff, egal - alles was ich rausbruellen moechte hat Heinz eh schon mal geschrieben. Kann ich nur als Bettlektuere empfehlen und inhaltlich zu hundert Prozent unterschreiben.