Greifenstein

Eigentlich haette es ja nur die uebliche kleine Runde werden sollen - irgendwie ist es dann aber mehr geworden, die Ausfahrt mit Ivonne und Lukas. 53,4 km meint MotionBased. Die 2.2k Kalorien will ich dem Garmin auch mal glauben.

Kleines Panikerlebnis beim Syncen hatte ich auch - erst erkannte Windows den Garmin nicht, dann konnte ich ihn nicht mehr starten. Google sei Dank hab ich aber sehr schnell die Loesung gefunden. Reset + Mode druecken und dann Power und es ging wieder. Weiss der Teufel warum und wieso...

Egal, zurueck zur Ausfahrt. Wirklich eine schoene Strecke nach Korneuburg. Guter Asphalt nette Landschaft - so gut wie keine Skater mehr. Auf dem Rueckweg auf der Klosterneuburger Seite auch keine Megabaustelle mehr (die vor der dem Hekker so graut) sondern nur mehr kleine Streckerln mit grauslichem Belag, dazwischen auch super ausgebaut.

Ich bin wirklich froh das mal so gefahren zu sein, ist naemlich eine nette Zwischendurchstrecke auf der nicht viel passieren kann. Und endlich hab ich die 50 km Marke durchbrochen. So erbaermlich das in Anbetracht der Heinz'schen Touren klingen mag.

Erwaehnenswerte Ereignisse gab es zwei:

Direkt neben der Eisenbahn bei der Ortstafel von Klosterneuburg (Nordseite) gabs grad ein Amateur-Fetisch-Fotoshooting. Eine etwas massivere Frau in etwas gewagtem Leder/Latexkostuem wurde von einem ebenfalls etwas massiveren Kerl fotographiert. Dachte beim vorbeirollen ich seh nicht recht - bin aber froh das sie das Latexrockerl grad wieder runtergegeben hat im richtigen Moment.

Das zweite waren die obligaten Radwanderdilos die nebeneinander fahrend Leute zu Vollbremsungen noetigen. So wieder geschehen - wir fahren zu dritt hintereinander, ich mal als Schlusslicht. Ueberholen besagte Personen die sich nach der Ivonne wohl gedacht haben, wird schon passen und wieder nebeneinander fahren wollten. Roll ich an und mein nur "Achtung!" was sie mit einem "Was heisst Achtung, hinten hab ich ja keine Augen." quittieren. Erm, jo - und genau deshalb sollte man auf Radwegen die bei zwei nebeneinander fahrenden Personen "voll" sind eben nicht nebeneinander fahren wenn man schon nicht schaut.

Aber nachdem so Radwanderdilos sicher nicht mein Blog lesen lasse ich das mal und hupf unter die Dusche.

Lebenszeichen

...von jemanden der sich 20 Jahre aelter fuehlt als er eigentlich ist.

Ich war ja heuer schon einmal so latent und ungut halbkrank, dass ich sogar zum Arzt gegangen bin. Wer mich kennt, ahnt was das heisst. Und jetzt war es zum zweiten Mal dieses Jahr so. Erst Bauchweh, dann Kopfweh, Schnupfen, Wallungen und ganzkoerper Geb0rkenheit. Sehr super. Also an Radfahren trotz Kaiserwetter nicht zu denken. Und dann noch die Ausfahrtsberichte vom Hekker zu lesen, ja das tut dann echt mal weh.

Na ja. Heute war ueberhaupt wieder ein Radfahrtag der mich daran erinnert hat dass ich wieder mit der Kamera fahren sollte. Echte Gustostueckerl heute:

  • Wahnsinnige die einem am Radweg (weil halt einfach mal kein Platz auf ihrer Seite ist) als Geisterfahrer entgegen kommen und die dann nur bloed grinsen wenn's einem fast aufhaut.
  • Wahnsinnige die fahren als obs kein Morgen geben wuerde (witzigerweise echt immer seltsame Gestalten auf gerade noch fahrtauglichen Geraetschaften).
  • Wahnsinnige die wenn man 2 Minuten hinter ihnen herfaehrt kein einziges Mal links oder rechts schauen wenn sie Strassen queren oder in den fliessenden Verkehr einbiegen.
  • Wahnsinnige die vollkommen unvorhersehbar fahren. Kurven, Vollbremsungen und was man sich sonst noch so vorstellen kann.
  • Und halt Fussgaenger die auch glauben sie waeren allein auf der Welt.

Uff, egal - alles was ich rausbruellen moechte hat Heinz eh schon mal geschrieben. Kann ich nur als Bettlektuere empfehlen und inhaltlich zu hundert Prozent unterschreiben.

Es geht ja doch…

Nachdem sich heute keine echte Tour ausgegangen ist (und ich hab ja noch immer weder Satteltasche noch gescheites Trickot mit Taschen und ganz ohne Ersatzschlauch + Zubehoer, na ja...) habe ich wieder die Pendelstrecke Nestroyplatz Rembrandtstrasse um einen Abstecher auf die Donauinsel erweitert.

Der Garmin hat's heute ueberhaupt nicht moegen, dass ich ihn einfach eingeschalten und gefahren bin ohne ihn mal mit sich und der Welt ins reine kommen zu lassen. Daher beginnt die Tour nicht beim Nestroyplatz, sondern irgendwo am Praterstern. Fehlen also ein paar hundert Meter, insgesamt duerfte die Runde dann halt doch 30 km gewesen sein.

Und eines kann ich schon sagen - einfach nach Gefuehl fahren ganz ohne der Diktatur des Pulsmessers ist einfach fein. Und meine Trittfrequenz war eigentlich sehr anstaendig, im Normalbetrieb eigentlich nie unter 90, was mich sehr gefreut hat. An der Nordspitze der Donauinsel hab ich mir dann ueberlegt ob ich noch einen Abstecher Richtung Korneuburg machen soll, aber ob der Zeit war die Sehnsucht in die Rembrandtstrasse zu kommen doch zu gross. Hat mich aber sehr gefreut, dass das Konditionsmaessig absolut drinnen gewesen waere. Nach meinen Ausritten in den letzten Wochen habe ich da schon an mir gezweifelt.

Last but not least bleibt noch zu sagen, dass die Prater Hauptallee und die Donauinsel bei so einem Wetter am Wochenende wirklich gefaehrlich sind. Vor allem auf der Insel fahren alle kreuz und quer. Skater die den ganzen Asphalt brauchen und (fuer mich) auch teilweise ueberhaupt nicht berechenbar agieren, Ministaus wo auf einmal 20+ Leute in der Steppe fast zum Ueberholdeadlockbedingten Stillstand kommen koennen wirklich nerven wenn man versucht seine Strecke abzuspuhlen. Was heute bei mir allerdings kein Problem war, weils ein reiner Spassritt war.

Nur beim Einruecken ueber den DRW hab ich mir dann schon meinen Teil gedacht... der Weg ist dort ja nicht wirklich breit, 2 Radfahren koennen da neben einander fahren nur dann ist der Weg halt voll. So gemacht von einem Typen und seiner Typin. Beim aufschliessen melde ich mich mit einem freundlichen "Ding Ding". Die Reaktion war dann einzigartig. Nicht, dass die linksfahrende Typin abbremst bzw. beschleunigt und sich rechts einordnet. Nein. Wackeliges Abbremsen links und fast schon Vollbremsung rechts. Irgendwie war dann doch eine Luecke da, aber trotzdem - wieder fast zum Stillstand gekommen, und da hat's mich dann doch etwas angezipft. Immerhin gabs aber ein gehauchtes "Entschuldige" beim ueberholen. Hut ab.

So, jetzt spuer ich doch meine Fuesse ein wenig (Hurra) und Garmin luegt mich wieder an und meint ich hab 1.6 kcal verbraucht. Wenn das nur stimmen wuerde, dann haette ich heute garantiert ein Kaloriendefizit - was mich sehr freuen wuerde.

Familienfoto

Mark hat das Flovelo (tm Kollege Hekker) abgelichtet - hier das Ergebnis:

Pink bikes are better
In der Galerie gibt es auch noch eine Version ganz ohne Aufdrucke. Was besser aussieht liegt im Auge des Betrachters.

Wenn der Wind weht

...dann keucht man entweder und kommt nicht vorwaerts oder aber man kommt daher wie ein kleiner Einmann ICE. So gesehen heute bei einer etwas groesseren Donauinselrunde.

Die diversen Wetterseiten meinten ja, das der Wind aus Nordwesten kommt, aber nur mit 20 km/h - gefuehlsmaessig scheinen sie da eine Null vergessen zu haben. Na ja, nach einer kleinen Motivationskrise hab ich mich also doch aufgerafft und ab gings. Lang/Lang und auch mit den duennen Schuhueberzuegen - mehr des Styles wegen, ich gebs ja zu.

Der erste Daempfer schon beim Hinweg @ Donauradweg als ich von einem sehr grossen und sehr duennen Rennradler ueberholt werde, der Lang/kurz faehrt und dessen Wadeln ungefaehr so dick sind wie meine Oberarme. Na servas - ob ich nicht vielleicht uebertrieben habe mit meiner Adjustierung? Wie ich dann den Nordsteg entlangrolle war mir klar, das ich genau richtig gelegen bin - die Windboehen waren echt nicht grad sanft. Noch eben ueberlegt, ob ich mich wirklich direkt in den Wind (also zur Nordspitze der Donauinsel hin) schmeissen, oder doch gleich das Segel ausbreiten und in den Sueden fahren soll und schon gings in den Norden. Man will ja schliesslich was fuer's Geld.

Tja, was dann passiert ist kann man @ Motionbased bei Lap 2 sehen. Dahingekrieche mit maximal 22 km/h - aber witzigerweise ist es mir trotzdem (oder gerade deswegen?) besser als letztes Mal gelungen halbwegs im richtigen Puls- und Trittfrequenzbereich zu bleiben. Beim Dahinpedalieren hab ich mir schon ueberlegt was fuer Rants ich loslassen werde wenn genau beim Eintreffen an der Nordspitze der Wind drehen wird.

Aber siehe da, nichts passiert wie ich ueber die Schleuse fahr - und flux breite ich mein Segel aus und ab gehts in den Sueden. Aber wie... diesmal auch wieder gut zu sehen: Lap 3 ist der gleiche Weg retour bis zum Nordsteg. Kleicher Durchschnittspuls und -trittfrequenz, aber um 7 Minuten schneller. Huch.

Nachdem das Segeln so spassig ist, gleich weiter Richtung Praterbruecke. Gewundert habe ich allerdings vor allem ueber die Jogger die teilweise mit kurz/kurz unterwegs sind. Alleine beim Vorbeizischen ist mir schon kalt geworden. Humorig war auch der MTB'ler der mich mit lautem Gesumme mit ca. 40 km/h ueberholt hat nur um dann etwa 3 km weiter heftig keuchend auszurollen.

Auf jeden Fall war es frustrierend, dass ich schon auf der Praterbruecke dann ein ziemliches Leistungstief hatte. Die Leberkaessemmeln haben zwar noch nicht getanzt (um Kollegen Hekker zu zitieren), aber ich konnte sie schon fast riechen. Dementsprechend bin ich den Rest der Strecke eher gekrochen - auf der Praterhauptallee hab ich mich noch etwas zum Kurbeln gezwungen (Lap 6) was auch bis jetzt am besten funktioniert hat (noch ein wenig hoehere Trittfrequenz und es waer wirklich super).

Zusammengefasst ganz witzig - der Garmin meint 1810 Kalorien, was ich ihm nicht ganz abnehme. Ich muss echt mal das Rad abwiegen - jetzt sind da grad 11 kg eingetragen, was wohl zu viel ist. Es ging auch etwas besser als vor zwei Tagen - was allerdings nicht verwunderlich ist, weil ich da echt noch etwas bedient war.

Trotzdem bin ich noch sehr weit von den angepeilten 200 km/Woche als regelmaessiges Training entfernt.